Verdauung des Hundes einfach erklärt

Verdauung des Hundes einfach erklärt

Den Weg des Futters im Hundekörper von Anfang bis Ende verstehen

Vorne rein, hinten raus. So einfach ist es doch, oder? In dem Moment, wenn das Tier Unverträglichkeiten entwickelt oder man den Verdacht hat, dass das Futter nicht bedarfsdeckend ist, wird es leider etwas komplexer. Welches Symptom lässt denn auf was schließen? Wenn ich vom Tierarzt einen Befund habe, wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündung, wieso sollte ich die Ernährung anpassen? Gut, wenn man dann zumindest ein Basis-Wissen der Verdauung des Hundes hat. Und da wir hier keinen Crash-Kurs in Ernährungsphysiologie machen wollen, versuchen wir es mal, so einfach wie möglich runterzubrechen.

In diesem Artikel erfährst du mehr zu folgenden Themen:

  • Wofür es die Verdauung gibt
  • Was im Maul passiert und anschließend im Magen
  • Was Proteine, Kohlenhydrate und Fette sind
  • Was im Dick- und Dünndarm passiert
  • Was der Kot für Informationen gibt

Lesedauer: 8 Min.

 

Wozu verdaut der Hund überhaupt?

Im Grunde geht es um zwei Dinge: Baumaterial und Brennmaterial.

 

Um wachsen und sich entwickeln zu können braucht der Körper Nährstoffe, um überhaupt den ganzen Organismus aufbauen zu können. Mit diesem Baumaterial wird alles erstellt, was wir von unserem Hund kennen: Haut, Fell, Organe, Drüsenflüssigkeiten/-sekrete, Krallen, Zähne etc.

Um diesen Organismus aber nun in Gang zu bringen, brauchen wir Energie, also Brennmaterial. Ohne diese läuft nichts, sie ist die Grundvoraussetzung für alle Lebensabläufe. Da die Energiezufuhr so wichtig ist, möchten wir diese etwas genauer erklären. Denn führt man zu wenig zu, wird das Tier krank, führt man aber zu viel zu, wird das Tier ebenfalls krank, meist zu dick. Man sollte also die Balance zwischen Energiezufuhr und Energieverbraucht immer gut im Blick behalten:

Die wichtigsten Energielieferanten sind Fette und Kohlenhydrate. Um den Energiebedarf deines Hundes mit der Energielieferung deines Futters abzugleichen, empfehlen wir dir unseren Blogartikel zur bedarfsgerechten Fütterung. 

 

Die Reise beginnt: Das Hundemaul

Nachdem du nun ermittelt hast, wie viel dein Hund von dem gewählten Futter benötigt, landet die Portion im Napf und dann ratzfatz im Hundemaul. Im Gegensatz zu uns Menschen, gibt es beim Hund keine Vorverdauung in der Maulhöhle. Der Hundespeichel enthält nicht wie der Mensch Enzyme zur Stärkeverdauung. Lange und gründlich kauen bringt dem Hund also nichts. Daher gelten Hunde auch als Schlinger. Das Maul dient nur dazu, das Futter in schluckbare Portionen zu zerreißen und kauen. Der Speichel macht die Nahrung gleitfähig für die Speiseröhre. Auch wenn Hunde keine Enzyme im Speichel haben, so enthält er dennoch viele Mineralien. Diese stehen zum Teil auch im Verdacht, den elendigen Zahnstein zu begünstigen.

 

Check-in: Der Magen

Hunde haben als Erbe des Wolfes einen sehr dehnbaren Magen, der damals auch als Zwischenspeicher diente. Das Risiko, jetzt nur einen Happen von der Beute zu essen und am nächsten Tag noch mal war einfach zu groß, denn andere Raubtiere waren eine starke Konkurrenz.  Man darf aber nicht vergessen, dass viele heutige Rassen sich anatomisch stark verändert haben. Der Magen von einem Zwergpinscher ist sicher nicht mit dem eines Wolfes vergleichbar. Zudem begünstigen einige Rasse-Veranlagungen und anatomische Körperformen eine Magendrehung. Daher sollte diese mögliche Dehnungsfähigkeit des Hundes in unserer Haltungsform nicht ausgenutzt werden. Zwei Futterportionen werden daher meist als ideal angesehen. Ein Hungertag sollte vermieden werden, wenn nicht ärztlich verordnet.

Was passiert nun im Magen? Zunächst trifft das Futter auf die Magensäure, die erstmal Bakterien und Keime eindämmt. Zudem startet die Fettverdauung durch das eiweißspatende Enzym Pepsin.

Stark zerkleinerte Nahrung und Proteine sind schnell fertig für den Weitertransport in den Darm.

Bindegewebsreiche Nahrung und Fette brauchen da etwas länger und werden erst auf den Weitertransport vorbereitet. Daher hält eine Futterportion mit einem höheren Fettgehalt auch länger satt. Fettreduzierte Futtersorten kompensieren dies dann meist mit pflanzlichen Faserstoffen.

 

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Zoo.de Gesundheits-Tipp:
Leckt sich euer Hund oft minutenlang die Pfoten oder schmatzt?  Parasiten wie Grasmilben wurden bereits ausgeschlossen? Eine Möglichkeit ist, dass euer Hund Sodbrennen hat. Es gibt viele Gründe für Sodbrennen, aber einen fanden wir besonders spannend: die Leckerli-Gabe. Empfindliche Hunde, können auf sporadische Leckerli-Gabe tatsächlich mit Sodbrennen reagieren, weil der Körper beim abschlucken „denkt“: Oha, es gibt Futter! Schmeißt die Verdauung an!

Nur dann kommt da nur son Keks rein und die ganzen Verdauungssäfte sind viel zu viele.

Achtet mal darauf, wenn euer Hund Magen-Probleme hat, ob es einen zeitlichen Zusammenhang mit Leckerlis geben könnte und verzichtet versuchsweise mal auf den Extra-Keks.

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Was sind Fette?

Stell dir Fette als kleine Kraftpakete in der Nahrung deines Hundes vor. Sie sind wie Korken, die sich nicht mit Wasser vermischen, sondern an der Oberfläche schwimmen. Sie sind somit hydrophob (wasserabweisend) und lipophil (fettlöslich).

Fette sind wahre Energiebomben. Sie geben deinem Hund mehr als doppelt so viel Power wie Proteine oder Kohlenhydrate. Das ist besonders wichtig für Hunde, die viel unterwegs sind, arbeiten oder im Hundesport aktiv sind. Aber Fette können noch mehr: Sie ermöglichen deinem Hund, wichtige Vitamine wie A, D, E und K aufzunehmen, den diese sind fettlöslich und ohne Fette im Futter geht`s nicht. Diese Vitamine sind essenziell für die Gesundheit deines Hundes!

 

Fettreserven: Mehr als nur ein Energiespeicher

Unsere Sofa-Hunde müssen nun keine Notzeiten mehr durchstehen, trotzdem sind Fettdepots nichts nur negativ. Sie schützen seine Organe, sorgen für an den Pfotenballen für ein weiches Polster und helfen, ihn warm zu halten.

 

Gesättigte vs. Ungesättigte Fettsäuren: Was ist der Unterschied?

Jetzt wird's spannend: Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren findest du in Fleisch und manchen Pflanzenölen (Kokosnuss- und Palmöl). Sie sind super Energielieferanten, aber zu viel davon ist nicht gut, da sie Ablagerungen in den Arterien begünstigen, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen und Entzündungsreaktionen im Körper auslösen können. (Stichwort: LDL- Cholesterin)

Ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Pflanzenölen, Nüssen und Avocados (nicht deinem Hund füttern!) vorkommen, sind die Gesundheits-Booster. Sie sind reich an Omega-3, was super für das Immunsystem, Haut und Fell ist. (Stichwort: HDL-Cholesterin) Aber aufgepasst: Diese Fette mögen es kühl, dunkel und möglichst wenig Sauerstoff. Große Flaschen besser in kleine Flaschen abfüllen, damit sie so wenig wie möglich mit Luft in Berührung kommen. Abgelaufene Flaschen bitte entsorgen, da man nicht erkennt, ob sie ranzig geworden sind!

Es ist wichtig, dass dein Hund ein gutes Gleichgewicht von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren bekommt. Gesättigte Fettsäuren lassen sich durch die Nahrung nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass du darauf achtest, dass auch genügend ungesättigte Fettsäuren in Form von Algenöl oder ähnlichem zugeführt wird.

 


Der Dünndarm – Ein echter Langstreckenläufer

Stell dir den Dünndarm wie eine lange, gewundene Rennstrecke vor, die etwa 25% des Gesamtgewichts des Verdauungstrakts ausmacht. Hier findet die enzymatische Verdauung statt. Das bedeutet, dass Proteine, Kohlenhydrate und Fette hier in kleinere Teile zerlegt werden, damit dein Hund sie besser nutzen kann.

Die Helfer des Dünndarms: Bauchspeicheldrüse und Leber

Jetzt kommen zwei wichtige Helfer ins Spiel: die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und die Leber. Die Bauchspeicheldrüse ist wie eine kleine Chemiefabrik, die Enzyme für Eiweiße, Kohlenhydrate und Stärke produziert. Sie liefert auch ein wichtiges fettspaltendes Enzym, das für die Fettverdauung unerlässlich ist. Ist diese Drüse entzündet (Pankreatitis) muss man den Fettanteil in der Nahrung reduzieren um sie zu entlasten.

Die Leber hingegen sorgt mit ihrer Galle dafür, dass dieses fettspaltende Enzym des Pankreas aktiviert wird. So kann dein Hund die Fette aus seinem Futter richtig aufnehmen. Der Gallenfluss passt sich sogar dem Fettgehalt des Futters an – ziemlich clever, oder? Das bedeutet aber auch, dass du bei Gallen-Sludge oder sogar -Steinen die Fettfütterung im Blick haben musst! Eine gesunde Fettfütterung hält die Gallenblase in Gang und kann Ablagerungen wie Sludge vermeiden.

Dünndarmdurchfall: Ein flüssiges Problem

Der Dünndarminhalt deines Hundes ist sehr wässrig – er enthält 75-90% Wasser. Daher ist Durchfall, der bereits im Dünndam seinen Ursprung hat, sehr flüssig und kann in großen Mengen auftreten. Auch der sogenannte „Fettstuhl“ ist typisch für Probleme im Dünndarm. Fettstuhl ist voluminös, lehmfarben, glänzend und meist breiig. Solltest du diesen über längere Zeit bei deinem Hund beobachten, stimmt entweder etwas nicht mit der Fettverdauung oder mit der Fettmenge im selbst gemachten Futter. Fertigfutter hat mehrheitlich ein sehr ausgewogenes Fettverhältnis.  

 

Proteine – Mehr als nur Muskeln

Proteine, auch bekannt als Eiweiße, sind die Grundbausteine des Lebens und werden ebenfalls zum größten Teil im Dünndarm verdaut. Die diversen Proteinquellen enthalten eine unterschiedliche Zusammensetzung der Aminosäuren, genannt Aminosäureprofil. Von diesen Aminosäuren sind 10 essentiell, das heißt, dein Hund muss sie über die Nahrung aufnehmen, da sein Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Qualität zählt: Das A und O der Proteine

Die Qualität der Proteine ist entscheidend. Je hochwertiger das Protein, desto schneller kann dein Hund seinen Bedarf decken. Denk an Proteine als Bausteine für den Aufbau und die Reparatur von Geweben im Körper deines Hundes. Sie sind unverzichtbar für das Wachstum, die Entwicklung und die Aufrechterhaltung der Muskelmasse, des Bindegewebes, der Organe und des Immunsystems.

Hochwertige Proteine können Fleisch (Huhn, Rind, Wild), Fisch, Insekten und einige Hülsenfrüchte sein. Auch Hüttenkäse ist ein gut verdauliches Protein und wird daher meist bei Darmbeschwerden gefüttert. Aber es hat ein unvollständiges Aminosäurenprofil und liefert nicht alle Nährstoffe. Er ist somit nicht als alleinige Proteinquelle geeignet. Du siehst also, dass die Balance sehr wichtig ist.

Eine schwerer verdauliche Eiweißquellen sind hingegen z.B. Euter (meist in der Deklaration unter tierische Nebenprodukte versteckt), Mais, Hufe, Federn, Schnäbel.

Das Gleichgewicht finden: Nicht zu viel, nicht zu wenig

Ein ausgewogenes Maß an Proteinen ist wichtig. Zu wenig Protein kann das Immunsystem und den Stoffwechsel deines Hundes beeinträchtigen. Zu viel Protein hingegen kann den Stuhlgang beeinflussen und die Nieren und Leber belasten, was sogar zu einem Leistungsabfall führen kann.



Der Dickdarm: Licht am Ende des Tunnels

Im Dickdarm finden wichtige Prozesse statt. Hier wird die Flüssigkeit aus dem Verdauten absorbiert, was entscheidend für die Kotkonsistenz deines Hundes ist. Denk an den Dickdarm als eine Art Finale der Verdauung, wo alles zusammenkommt.

Mikrobielle Helfer: Bakterien im Einsatz

Eine faszinierende Symbiose findet im Dickdarm statt. Hier bauen Bakterien unverdauliche Nährstoffe ab. Diese Bakterien sind nicht nur nützlich für die Verdauung, sondern produzieren auch Vitamine und kurzkettige Fettsäuren, die für deinen Hund wichtig sind. Diese Bakterien-Truppe wird auch Mikrobiom genannt.

Proteinverdauung: Qualität zählt

Die Gesamtverdaulichkeit hochwertiger Eiweißquellen kann über 95% betragen. Das bedeutet, dass dein Hund fast alles aus gutem Protein herausholen kann. Aber Achtung: Ungünstige Proteinqualität oder eine zu hohe Eiweißversorgung können im Dickdarm zu einer Vermehrung eiweißspaltender Bakterien führen. Das Ergebnis? Die Bakterien produzieren zu viel Ammoniak und andere Abbauprodukte, die nicht ideal sind. Somit: zu viel Proteine können durchaus ungesund sein!

Ein empfohlener Proteingehalt bei Hunden im Erhaltungsstoffwechsel sind 15-25% in der Trockenmasse. Weitere Informationen dazu findest du in unserem Artikel zur bedarfsgerechten Fütterung. 

Langsame Futterumstellung: Warum sie wichtig ist

Aufgrund des empfindlichen Mikrobioms und der Umstellung des Pankreas ist es wichtig, das Futter deines Hundes langsam umzustellen. So gibst du seinem Verdauungssystem Zeit, sich anzupassen und das Gleichgewicht zu bewahren.


Kohlenhydrate – Mehr als nur Energie

Kohlenhydrate sind wahre Energiekünstler und werden ebenfalls zum Teil im Dünndarm verstoffwechselt. In deinem Hund werden sie in Glukose umgewandelt, die wie Brennstoff für verschiedene Stoffwechselprozesse wirkt. Sie sind besonders wichtig, um deinem Hund schnell verfügbare Energie zu liefern, vor allem in Zeiten hoher Aktivität.

Ballaststoffe: Das i-Tüpfelchen für eine gesunde Verdauung

Aber Kohlenhydrate können noch mehr: Sie sind eine wichtige Quelle für Ballaststoffe. Diese werden im Dickdarm verdaut und sind wichtige Nahrung für die Darmbakterien (Mikrobiom). Je besser es denen geht, desto besser können die arbeiten und wichtige Nährstoffe und Vitamine verstoffwechseln. Denn die Darmbakterien fermentieren die Ballaststoffe und produzieren dabei kurzkettige Fettsäuren. Ein sehr wichtige Job! Ballaststoffe unterstützen somit eine gesunde Verdauung und Darmfunktion.

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Kohlenhydrate und Ballaststoffe kurz erklärt:
Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle, die der Körper verdauen und absorbieren kann, während Ballaststoffe eine spezielle Art von Kohlenhydraten sind, die nicht verdaut werden, aber für die Darmgesundheit und die Regulierung der Verdauung wichtig sind.
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Sättigungsgefühl und Gewichtskontrolle

Ein weiterer Pluspunkt der Kohlenhydrate ist, dass sie das Sättigungsgefühl erhöhen. Das kann besonders hilfreich sein, um das Gewicht deines Hundes zu kontrollieren. Eine ausgewogene Menge an Kohlenhydraten im Futter sorgt dafür, dass dein Hund sich voll und zufrieden fühlt, ohne zu viel zu essen.

Kohlenhydrate sind also echte Multitalente in der Ernährung deines Hundes. Sie liefern nicht nur Energie, sondern tragen auch zu einer gesunden Verdauung und einem ausgeglichenen Gewicht bei. Somit ist eine gewisser hochwertiger Getreideanteil im Futter durchaus sinnvoll (z.B. Reis oder Weizen)

 

Der Output: Das Kot-Orakel

Klingt jetzt komisch, aber der Absatz deines Hundes ist sehr informativ. Er verrät dir, wie gut verwertbar das Futter ist (und wie viel du unnötig fütterst, weil dein Hund mit den Inhaltsstoffen „nichts anfangen“ kann), wie gesund das Mikrobiom ist und ob Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und Dünndarm ihren Job machen.



Folgende Checkliste, hilft dir einen gesunden Kotabsatz zu beurteilen:

Häufigkeit:

  • 2-3 mal am Tag
  • Abhängig von Bewegung und Fütterung
  • Der Hund ist stubenrein und kann seinen Kotabsatz kontrollieren

Konsistenz:

  • Fest, aber nicht Steinhart
  • Feucht, aber nicht schleimig
  • Aufnahme mit leichten Rückständen möglich

Volumen:

Die Menge entspricht der Körpergröße und der aufgenommenen Futtermenge. Ein Erfahrungsaustausch mit anderen Hundehaltern oder dem Züchter/Tierheim, kann da Augen öffnend sein!

Farbe & Geruch:

  • Riecht, stinkt aber nicht
  • Duneklbrauner Kot
  • Andere Färbung entweder durch Futter oder Erkrankungen

 

Da wir in der Regel eh den Kot unserer Hunde einsammeln, ist ein leichtes, diesen auch aus gesundheitlichen Gründen im Blick zu behalten. Bitte informiere dich, wie ein gesunder Hundekot auszusehen hat. Es wundert uns immer wieder, wie häufig viel zu breiiger, riechender und voluminöser Kot als völlig normal angesehen wird. Zu weicher Kot hat zudem noch einen anderen Effekt: es kann zu Problemen bei den Analdrüsen führen! Diese werden normalerweise bei jedem Kotabsatz mit ausgedrückt. Ist der Kot aber zu weich, wird nicht genügend Druck auf die Drüsen ausgeübt und die bekannte Analdrüsenverstopfung muss vom Tierarzt behoben werden. Dieses Problem kann durch eine Futterumstellung oft vermieden oder wieder reguliert werden!

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ernährung des Hundes eine hochspannende Reise ist. Natürlich können wir nicht in den Hund reinschauen, aber sein Fell, Kotabsatz und Wohlbefinden geben uns viele Informationen, ob bei der Verdauung alles im Lot ist.

Nach der Wahl eines guten Futters, geht es los. Kurz und knapp kann man sagen: Im Magen werden unerlaubte Mitreisende, wie Bakterien, eliminiert und eine erste Verdauung beginnt. Im Dünndarm wird enzymatisch verdaut, im Dickdarm mit Hilfe von Bakterien, dem Mikrobiom. Somit ist klar, dass es extrem schwierig ist, aktive Organismen wirklich bis in den Dünndarm zu bekommen, da sie erst an dem sehr sauren Magen vorbei müssen und durch den langen Dünndarm. Sinnvoller ist es daher, es dem Mikrobiom so gemütlich wie möglich zu machen, damit es optimal arbeiten kann, durch Ballaststoffe, hochwertige und die richtige Menge Proteine zum Beispiel.

Und dann, holy shit, hoffen wir auf einen geregelten, formvollendeten Kotabsatz, der uns zeigt, das wir alles richtig gemacht haben bei der Futterauswahl 😉

 

In diesem Sinne, guten Appetit!

 

 

 

Geschrieben von:
Yve
zoo.de-Expertin


"Die Verdauung des Hundes zu verstehen erleichtert es, Entscheidungen bei der Futterauswahl zu treffen. Über die Jahre erkennt man immer mehr die Zusammenhänge. Immunsystem, Agilität und Entspannung hängen wesentlich mit der Verdauung zusammen. Unserem Hund ein optimales Leben zu ermöglichen, sollte daher jedem Hundehalter ein Ansinnen sein!"

 

 

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