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Laufen mit Hund - So startet ihr gemeinsam durch!

Hast du schon mal darüber nachgedacht mit deinem Hund laufen oder joggen zu gehen, weißt aber noch nicht so richtig wie du anfangen sollst? Hier findest du in aller Kürze alles was du wissen musst, um gemeinsam mit deinem Vierbeiner beim Lauftraining durchzustarten.

In diesem Artikel erfährst du folgende Themen:

  • Welche Hunde geeignet sind
  • 5 Tipps für den Laufeinstieg
  • Trainingsaufbau und Häufigkeit
  • Was es bei der Fütterung zu beachten gibt

Lesedauer: 3 Min


Ist mein Hund als Lauf-Buddy geeignet?

Es gibt natürlich Rassen, die besser fürs Lauftraining geeignet sind als andere. So werden sich beispielsweise mittelgroße und große Hunderassen beim Joggen leichter tun, als unsere kurzbeinigen Lieblinge - grundsätzlich kann jedoch jeder ausgewachsene Hund mit dir laufen gehen. Für Welpen und Junghunde unter 12 Monate sind Joggingrunden jedoch tabu!

Hinsichtlich der Intensität und Länge eurer Laufeinheiten sind Alter, Trainingszustand, ggf. Erkrankungen und auch Gewicht individuell zu berücksichtigen. Hat dein Hund bereits Probleme mit den Gelenken oder ist leicht übergewichtig, solltest du vorher mit dem Tierarzt sprechen.

Auch aktive Hunde sind nicht direkt Ausdauermeister und können lange Strecken von der Bank weg mitlaufen. Genau wie Menschen können auch sie  einen Muskelkater bekommen und finden das Training dann vielleicht nicht mehr so toll, oder verletzen sich sogar. Baut euer Lauftraining langsam auf, so bleibt der Spaß und die Gesundheit an erster Stelle.


Tipps für Euren Trainingseinstieg:

1. Fangt langsam an

Egal ob Du schon lange läufst, oder gerade erst anfängst. Solange dein Hund und Du noch kein eingespieltes Laufteam seid - fangt behutsam an. Geht erst einmal ein paar Meter Beifuß und trabt dann langsam los. Achte auf deinen Hund und passe das Tempo gemächlich an. Probiere aus welcher Bewegungs-Rhythmus euch zusagt und haltet ihn eine kurze Zeit durch. Sollte dein Hund aufgeregt sein und beispielsweise hochspringen und bellen, werde etwas langsamer und bringe wieder Ruhe rein bis dein Hund sich wieder entspannt. 

Du kannst auch kleine Intervalle in euren normalen Spaziergang einbauen und unterschiedliche Geschwindigkeiten probieren. So könnt ihr täglich üben ohne immer gleich die Laufschuhe zu schnüren. Das schafft Routine und macht das Ttraining zu etwas ganz normalen.

2. Sucht euch eine passende Strecke

Am Anfang hilft es wenn ihr euch eine ruhige Strecke aussucht, damit ihr euch voll aufeinander konzentrieren könnt. Am besten ein ebener Untergrund ohne Stolperfallen und möglichst wenig Fußgänger oder Verkehr.

Zu Beginn sollten die Strecken nicht zu lang und anspruchsvoll sein. Versuche nicht krampfhaft Kilometer zu absolvieren, sondern beobachte dich und deinen Hund. Mit jedem Training werdet ihr euch immer ein Stückchen länger bewegen können. Feiert diesen Erfolg und die gemeinsame Aktivität.

3. Nutzt die passende Ausrüstung

Am Anfang kann es herausfordernd sein ein gemeinsames Tempo zu finden. Oder dein Hund bleibt plötzlich stehen, weil er etwas in der Nase hat und der Ruck an der Leine bringt auch dich abrupt zum Stillstand.
Nutzt für den Anfang am besten ein Geschirr und eine genügend lange Leine, welche du locker halten und variieren kannst, ohne dass sie auf dem Boden schleift. So minimiert ihr das Risiko euch gegenseitig zu verletzten. 

Spezielle Laufleinen mit einem Gummizug können euch das Leben erleichtern, da sie ruckartige Bewegungen dämpfen. Kombiniert mit einem sogenannten Laufgürtel hast du zusätzlich die Hände frei und kannst auch deine Bewegungen besser steuern. Wenn dein Hund gut hört und du die Möglichkeit hast deinen Hund frei laufen zu lassen, ist das perfekt für den Einstieg, da ihr euch dann erstmal nicht um störende Accessoires kümmern müsst.

4. Gönnt euch ausreichend Pausen

Besonders zu Beginn wird dein Hund vielleicht öfter stehen bleiben. Entweder weil etwas gut riecht, oder er vielleicht doch mal eine Pause braucht, um sein Geschäft zu verrichten. Durch die Bewegung kommt nicht nur das Blut in Wallung, sondern auch der Stoffwechsel und die Verdauung werden angeregt. Wenn du merkst, dass dein Hund langsamer wird oder sich mehr umschaut, schalte eventuell einen Gang zurück und lege eine kurze Pause ein, damit sich dein Hund erleichtern und sammeln kann.

Ansonsten solltest du ebenso langsamer machen, wenn das Hecheln deines Hundes sehr stark wird und du merkst, dass er langsamer wird. Das Gleiche gilt ebenso für dich :)
Verliert nicht den Spaß daran, weil ihr zu ehrgeizig seid!

5. Nicht mit vollem Magen

Das gilt für Menschen genauso wie für Hunde. Die letzte Mahlzeit sollte mindestens zwei Stunden her sein. Kleine Leckerchen sind auch während des Trainings in Ordnung. Damit dein Vierbeiner sich nicht verschluckt, gebe sie am besten während ihr eine kurze Pause macht oder langsam lauft.Auf langen Strecken sollte auch Wasser für dich und deinen Hund nicht fehlen. Hunde haben schneller Durst als Menschen, mehrere kleinere Portionen sind besser als eine große.

Mit diesen 5 einfachen Tipps steht eurer ersten Runde nichts im Wege. Probiert es aus und lasst euch nicht entmutigen, wenn das ein oder andere am Anfang nicht so gut klappt.

Wie lange und wie oft kann ich mit meinem Hund joggen gehen?

Die Länge und Häufigkeit solltet ihr von eurem Trainingszustand und der Intensität der einzelnen Einheiten abhängig machen. Generell solltet ihr nicht täglich trainieren. Als Faustregel gilt für Hund und Mensch, am besten mindestens ein bis zwei sogenannte Regenerationstage zwischen den sportlichen Einheiten einlegen. So holt ihr das Maximum aus eurem Training raus, gebt aber auch dem Körper Zeit sich zu erholen und an die neue Aktivität zu gewöhnen.

Auch die Länge der Einheiten hängt davon ab wie fit ihr beide seid. Setzt euch realistische Ziele und testet aus, inwieweit ihr euch wohlfühlt. Als grobe Richtlinie gilt hier: Pro Woche solltet ihr maximal 15% längere Einheiten einlegen im Vergleich zur Vorwoche.

Wenn du eine konkrete Distanz oder Ziel verfolgst, kann dir ein kleiner Laufplan helfen. Dieser gibt Orientierung und ihr könnt auch die Erfolge zwischendrin schon feiern. Solltest du Distanzen über 10km anpeilen, empfiehlt es sich als Einsteiger dein Training über mindestens 12-24 Wochen aufzubauen. So können Muskeln, Sehnen und Gelenke bei dir und deinem Hund mit euren sportlichen Ambitionen mitwachsen.

Der Aufbau ist immer recht ähnlich:
2-3 Einheiten pro Woche, aufgebaut aus unterschiedlichen Intensitäten.

Das bringt euch nicht nur gesund ans Ziel, sondern auch mit ausreichend Abwechslung. Bei Distanzen über 15km sprechen wir auf jeden Fall über hohe sportliche Aktivität die entsprechend aufgebaut werden muss und eher für größere Rassen geeignet ist. Für solche ambitionierteren Ziele ist es unabdinglich sich tiefer mit dem Lauftraining auseinander zu setzen und sich von einem Tierarzt, oder Hundetrainer beraten zu lassen.

Welche Trainingsarten eignen sich für das Joggen mit Hund?

Die Mischung aus verschiedenen Trainingsarten bringt Abwechslung in euren Alltag, macht Spaß und wirkt einseitiger Überlastung entgegen. Eine Kombination aus kurzen, schnellen Einheiten und langsameren, langen Einheiten lässt sich gut in den Alltag integrieren.

Hast du unter der Woche beispielsweise nicht so viel Zeit, baue eine Gassi-Runde zu einem kurzen, schnellen Lauftraining um. Am Wochenende kannst du dir dann eine längere Strecke als kleines Highlight aussuchen.

Für den Einstieg und Aufbau von Kondition eignen sich außerdem sogenannte Intervalltrainings hervorragend. Hier wechselst du zwischen Joggen und Gehen hin und her. Beispielsweise 5 Minuten joggen und 3 Minuten gehen, immer im Wechsel. Das hilft den Blutdruck immer wieder etwas runterzufahren und gibt auch deinem Vierbeiner Ruhe um sein Geschäft zu verrichten, oder mal am nächsten Busch zu schnüffeln. 

Du wirst sehen gemeinsam macht es ohnehin mehr Spaß, also feuert euch gegenseitig an, zieht euch mit. Gemeinsam mit deinem Hund laufen stärkt eure Bindung und Gesundheit gleichermaßen.

Wer den Wettbewerb liebt kann sich auch zu speziellen Hundeläufen anmelden. 

Muss ich meinem Hund mehr füttern nach dem Laufen?

Mehr Aktivität bedeutet gleichzeitig natürlich auch mehr Energie, die verbraucht wird. Trotzdem musst du nicht gleich die Futterration deines Hundes verdoppeln. Vor allem, wenn du kleine Snacks während der Sport-Einheit gibst, gleicht sich das unter Umständen schon aus. Beobachte deinen Hund gut und passe die Futtermengen nur gemächlich an. Viele Hersteller geben einen Bereich für die tägliche Futtermenge für normal aktive bis sportlich aktive Hunde auf der Verpackungen an. Nutze sie als Richtlinie und erhöhe nur langsam die Ration, wenn du siehst, dass dein Hund wirklich abnimmt. Wie beim Menschen ist der Futterbedarf sehr individuell. Wenn du dir unsicher bist suche wie immer den Rat eines Tierarztes deines Vertrauens. 

Du suchst zwar mehr Aktivität, aber joggen ist nichts für euch?

Du oder dein Hund stehen so gar nicht aufs Joggen, oder ihr könnt aus gesundheitlichen Gründen nicht ins Laufen einsteigen?

Kein Problem. Joggen ist sicher nur eine von vielen Möglichkeiten mit deinem Hund im Alltag aktiver zu werden. Auch schon die Veränderung der täglichen Gassirunde und die Variation der Schrittgeschwindigkeit bringen Abwechslung und fordern euch. Nehme dir doch einfach mal ganz bewusst an 2 Tagen in der Woche vor, dass ihr an einen besonderen Ort geht, gemeinsam über Baumstämme klettert oder einen kleinen Hügel erklimmt. Es muss nicht immer gleich der große Wettbewerb sein.

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  Geschrieben von:
Nina 
zoo.de-Team

"Ich habe Laufen immer gehasst und mich davor gedrückt. Vor einigen Jahren habe ich eine Wette verloren und angefangen für einen Halbmarathon zu trainieren. Dabei habe ich gemerkt wie gut mir das Laufen tut. Mit meiner Hündin Nala macht es gleich doppelt so viel Spaß. Das Lauftraining gibt unseren Spaziergängen viel Abwechslung und den richtigen Pepp!"
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