Xylit - süße Todesfalle für deinen Hund

Kalorienarm süßen - Xylit, auch bekannt als Birkenzucker oder Xylitol (E 967) findet in menschlichen Speisen immer mehr Zuspruch. Gerne pimpen wir Naturjoghurt damit auf oder ersetzen ihn beim Kekse backen 1:1 mit Haushaltszucker. 

Doch Pfötchen weg, liebe Hundefreunde! Um den Hundenapf sollte der Zuckeralkohol einen großen Bogen machen. 

Hast du dich schon mal dabei ertappt wie du dachtest „Ach, in den Keksen sind ja nur Karotten, Bananen, Haferflocken und ein klein wenig Xylit, das schadet schon nicht“. Oh doch, das tut’s! Und zwar ganz gehörig. Binnen 10 bis 30 Minuten schnellt der Insulinspiegel deines Vierbeiners rasant in die Höhe. Abhängig von der Dosis, erreicht der Blutzuckerspiegel gleichzeitig einen lebensbedrohlichen Tiefpunkt. Halte deinen Liebling also fern von Xylit-haltigen Speißen, mögen sie auf den ersten Blick auch noch so gesund erscheinen.

Nun bist du natürlich nicht non-stop an der Seite deines Schützlings und hast ein Auge auf ihn. Solltest du deine Fellnase also mit unten beschriebenen Anzeichen vorfinden ist höchste Eisenbahn geboten. Jegliche Symptome treten meist nach 30-60 Minuten auf. In Einzelfällen auch verzögert. 

 

Die Symptome einer Vergiftung durch Xylit sind Folgende:

• Koordinationsprobleme

• Lethargie

• Apathie

• Schwäche

• Erbrechen

• Zittern

• Krämpfe

• Bewusstlosigkeit

• Epilepsieähnliche Anfälle

• Gelbfärbung der Schleimhäute

• Sehstörung

 

Auch Kaninchen, Frettchen, Kühe, Ziegen und Paviane reagieren auf Xylit mit Unterzuckerung.

Wird nicht rechtzeitig gehandelt und deinem Hund geholfen, so kann schweres Leberversagen bis Tod die Folge sein. 

Prinzipiell gilt: je höher die Dosis von Birkenzucker, desto gravierender die Auswirkungen auf deinen Vierbeiner.

 

Schädliche / letale Dosis Xylit beim Hund 

Bereits 0,1 g Xylit pro kg Körpergewicht kann deinen Hund töten, insofern nicht gehandelt wird. Diese Dosis reicht aus, um akuten Blutzuckermangel hervorzurufen. 

Ab 0,5 g/ kg kommt es zu akutem Leberversagen. Bei 3 g Xylitol wird es nun sehr sehr kritisch. Es sind Einzelfälle bekannt, in denen Hunde durch rechtzeitige Intensivtherapie noch gerettet werden konnten. Darauf ankommen lassen wollen wir es aber nicht. 

Zur besseren Vorstellungskraft: In einem als zuckerfrei deklariertem Kaugummi, sind bereits (je nach Hersteller) 1 g Xylit enthalten. 

Sei also auf der Hut! Versüßen wird dieser Stoff das Leben deines Vierbeiners nicht. 

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